Cheiracanthium punctorium (Villers, 1789), Ammendornfinger


Cheiracanthium punctorium Weibchen
Cheiracanthium punctorium Weibchen

Der Dornfinger (Cheiracanthium punctorium) ist vor allem dadurch bekannt, dass er neben der Wasserspinne die einzige Art in Deutschland ist, die die menschliche Haut mit ihren Giftklauen durchdringen kann. Weibchen des Dornfingers erreichen 10 bis 15 mm, Männchen 7,5 bis 12 mm.

Cheiracanthium punctorium
Cheiracanthium punctorium

Der Biss soll angeblich schmerzhaft wie ein Bienen- oder Wespenstich sein. Bei seltenen schwereren Verläufen wird von Schüttelfrost, Schwindel, Erbrechen, leichtem Fieber oder Kreislaufversagen berichtet.

Cheiracanthium punctorium
Cheiracanthium punctorium

Nach rund zwei Tagen sind dann die Symptome meist vollständig abgeklungen.

 

Cheiracanthium punctorium
Cheiracanthium punctorium

Dieses Exemplar war allerdings recht friedlich, keine Spur von Aggression. Ich vermute, wenn sie Junge gehabt hätte, wäre sie etwas biestiger gewesen.

 

Cheiracanthium punctorium
Cheiracanthium punctorium

Natürlich sollte man immer vorsichtig sein, wenn man mit potentiell beissenden, stechenden oder sonstwie sich wehrenden Tieren hantiert. Meine persönliche Hauptregel lautet: Guck wo vorne ist, da beisst sie. Und dann bleib hinten.

;-)

Cheiracanthum punctorium, Wohnhöhle
Cheiracanthium punctorium, Wohnhöhle

Ihre Wohnhöhle webt sie gern an solchen Grashalmen, die sie geschickt verarbeitet.