Amaurobius ferox, Walckenaer, 1830, Kellerspinne


Amaurobius ferox ♀
Amaurobius ferox ♀

Diese große Amaurobius Art (10-16 mm Körperlänge) bevorzugt Mauerritzen und Spalten. Sie kommt auch gern in Kellern, gelegentlich auch unter Steinen vor. Sie ist im Frühjahr oft die erste große Spinne, die uns über den Weg läuft. Sie ist recht häufig anzutreffen.

Amaurobius ferox ♀
Amaurobius ferox ♀

Sie wirkt oberflächlich betrachtet fast schon schwarz, ist auch wirklich ziemlich dunkel. Jedoch ist auf dem Hinterleib ein recht einprägsames Muster zu erkennen, das bei manchen Exemplaren etwas verwaschen aussieht. A. ferox ist ziemlich massig und legt vor ihrem Höhleneingang Kräuselwolle aus.

Diese "Stolperdrähte" sind hervorragende Fallen, in denen sich Beute oft rettungslos verfängt.

Amaurobius ferox ♀
Amaurobius ferox ♀

Angeblich ist das Geschehen nach dem Schlupf der Jungspinnen von Amaurobius ferox ähnlich wie bei Amaurobius fenestralis. Diese stirbt bald, wenn die Jungen geschlüpft sind und löst sich durch ihren eigenen Verdauungssaft selbst auf. Ihre eigene Brut saugt dann die Überreste aus. Eine ziemlich spezielle Brutpflege.

 

Amaurobius ferox ♂
Amaurobius ferox ♂ frisch gehäutet

Im Frühjahr paaren sich diese Spinnen. Das Männchen hat sehr auffällige Pedipalpen (das sind die Anhängsel am Vorderkörper, mit denen sie die Weibchen begatten). Das Exemplar hier ist noch nicht völlig ausgefärbt, da es sich offensichtlich gerade gehäutet hat. Nun ist es bald bereit, sich mit einem Weibchen zu paaren. Diese letzte Häutung des Männchens nennt man Reifehäutung.

Amaurobius ferox ♂
Amaurobius ferox ♂

Nachdem das Männchen die sehr verletzliche Phase der Häutung heil überstanden hat, ist es nun voll ausgefärbt und der Chitinpanzer, sein Aussenskelett, ist ausgehärtet.

Die Mädels können kommen....