Atypus affinis (Eichwald, 1830)

Atypus affinis
Atypus affinis

Atypus affinis zählt sicher zu den urigsten Spinnen, die wir in Deutschland finden können. Sie gehört zu den Vogelspinnenartigen (Mygalomorphae), auch wenn sie mit 10 bis 15 mm (Weibchen) und 7 bis 9 mm (Männchen) nicht zu den Riesen gehört. Zu diesen Maßen kommt allerdings noch ein paar gewaltige Giftklauen, die (durch die Makrokamera) ausgesprochen beeindruckend aussehn. Man findet Atypus an felsigen, oft steilen  Hängen, an denen man nach ihrem Fangschlauch Ausschau halten muss.

Atypus affinis
Atypus affinis

In diesem Fangschlauch, den sie bis zu über 40 cm in die Erde verbaut, fristet sie den größten Teil ihres Lebens. Aus der Erde ragt der obere, sehr gut getarnte und etwas kürzere Teil des Fangschlauchs.  Die Spinne wartet auf vorbeikommende Beutetiere, die sie, sobald sie über ihren Fangschlauch laufen, von unten durch den Schlauch hindurch beißt und dann hineinzieht.

Atypus affinis ist eine von drei in Deutschland vorkommenden Vogelspinnenarten. Die zwei anderen sind A. muralis und A. piceus.

Atypus affinis
Atypus affinis

Nach unseren Beobachtungen gehört sie nicht zu den schnellen Spinnen, außerhalb ihres Fangschlauchs bewegt sie sich (relativ) unbeholfen.

Atypus affinis ist nicht leicht zu finden (Vielen Dank an Dr. Martin Kreuels, der uns diese Gelegenheit bot), sie ist allerdings stets in Gesellschaft zu finden. Atypuskommt durchaus in ganzen Kolonien vor.
Weibchen werden 5-7, Männchen 3-4 Jahre alt, wenn man auch zu den Altersangaben unterschiedliche Angaben findet.

Atypus affinis ♀
Atypus affinis ♀
Atypus affinis ♀
Atypus affinis ♀
Atypus affinis ♀
Atypus affinis ♀