Salticus scenicus, Zebraspringspinne


Salticus scenicus, Männchen
Salticus scenicus, Männchen

Salticus scenicus, Zebraspringspinne.

Die kleinen Zebras findet man ab Mai auf sonnenbeschienenen Flächen. In der Natur gern auf warmen Felsen oder Steinen, in Häusernähe an Hauswänden, Garagentoren und ähnlichem. Springspinnen jagen auf Sicht, dabei helfen ihnen die enorm großen Frontalaugen, die räumliches Sehen ermöglichen, vermutlich sogar Farbsehen.

Salticus scenicus, Weibchen
Salticus scenicus, Weibchen

Es gibt bei uns mehrere Salticus-Arten, die besonders im Jugendstadium oft schwer zu trennen sind, da die Behaarung recht variabel ist. Scenicus erkennt man am besten daran, dass sie hinter einem weißen Halbmond auf dem Vorderkörper noch zwei getrennte weiße Flecken trägt.

Salticus scenicus, Männchen
Salticus scenicus, Männchen

Bemerkenswert sind die enormen Giftklauen der Männchen. Bei der Brautschau werden sie, ja, man ist geneigt zu sagen: vorgeführt.
Auch werden sie eingesetzt, um Konkurrenten zu beeindrucken. Es erinnert stark an das Imponiergehabe von Hirschen.

Salticus scenicus
Salticus scenicus

Die Sprungkraft der Springspinnen wird nicht durch Muskeleinsatz erreicht, sondern durch hydraulische Kräfte. Ruckartig erhöht das Tier den Innendruck in den Beinen und schießt für seine Körpergröße enorm weit nach vorn. Vor dem Sprung schleichen sie sich regelrecht an, manchmal sogar "um die Ecke" und ausser Sichtweite des Opfers, was vermuten lässt, dass sie ein sehr gutes räumliches Vorstellungsvermögen haben und regelrecht Strategien entwickeln.

Salticus scenicus, Weibchen
Salticus scenicus, Weibchen

Springspinnen fertigen sich kleine "Schlafsäcke" an, in die sie sich zurückziehen, wenn sie satt sind, sich häuten oder einfach nur mal bei schlechtem Wetter ausruhen wollen.

Auch werden die Eier in diese Gespinstsäckchen gelegt.

Salticus-scenicus 3D
Salticus-scenicus 3D